Richard Hayne
Herkunft des Vermögens: Urban Outfitters
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Biografie
Der ehemalige Hippie Richard Hayne eröffnete Mitte der 1970er Jahre in der Nähe der University of Pennsylvania seinen ersten Bekleidungsgeschäft mit nur 4.000 Dollar.
Heute ist Urban Outfitters eine bundesweite Kette mit mehr als 200 Standorten und über $5 Milliarden im Umsatz.
Hayne nahm 1993 Urban Outfitters öffentlich und besitzt fast ein Viertel des Unternehmens mit seiner Frau.
Hayne wurde 2012 CEO des Unternehmens, nachdem der ehemalige CEO Glen Senk den New Yorker Juwelier und Watchmaker David Yurman leitete.
Seine Firma ist im Zentrum der Kontroverse über die Jahre, als seine Produkte die LGBT-Gemeinschaft, Navajos, irische Amerikaner und Juden beleidigt haben.
Finanzvermögen
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Richard Hayne
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Richard Hayne, das mit Mode und Einzelhandel und 'Urban Outfitters' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 21 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 1.3 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.