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Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann
#948

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

Herkunft des Vermögens: Autoteile

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Biografie

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und ihr Milliardärsohn Georg besitzen Schaeffler Group, einer der weltweit größten Balllager- und Maschinenkomponentenhersteller.

1996 übernahm sie nach dem Tod ihres Mannes (auch Georg), der 1946 die Firma mit seinem Bruder Wilhelm gegründet hatte.

2008 übernahm das Unternehmen Reifen und Autoteile riesige Continental AG in einem $15-Milliarden-Deal.

Nach der Finanzkrise schien es, als würde der hochverdrahtete Akt scheitern. Aber als der Automarkt zurückging, stieg Continentals Aktienkurs an.

Maria-Elisabeth und Georgs kombinierte 46% Anteile an Kontinentalkonten für den größten Teil ihres Reichtums.

Finanzvermögen

Börse
XETRA
Ticker
CON-DE
Unternehmen
Continental AG
Börse
XETRA
Ticker
SHA0-DE
Unternehmen
Schaeffler AG

Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.

Das immense Vermögen von Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, das mit Automobil und 'Autoteile' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 32 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 2.0 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.

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