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Magdalena Martullo-Blocher
#314

Magdalena Martullo-Blocher

Herkunft des Vermögens: Chemische Erzeugnisse

Nettovermögen

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Biografie

Magdalena Martullo-Blocher schuldet ihr Vermögen an der EMS-Chemie, dem Schweizer Polymer- und Chemieproduktionsriesen.

Sie nahm 2004 die Zügel des Unternehmens, als ihr Vater, Christoph Blocher, im Bundesrat einen Sitz hatte.

Er verkaufte seine Anteile an Magdalena und ihre drei Geschwister, Rahel, Miriam und Markus, die auch Milliardäre sind.

Bevor sie 2001 zum EMS-Chemie-Board wechselte, war sie bei Johnson & Johnson und Schweizer Getränkehersteller Rivella in Führungspositionen.

Im Jahr 2015 folgte Magdalena in den Spuren ihres Vaters in die Politik: Sie wurde zum Schweizer Parlament als Nationalrat gewählt.

Finanzvermögen

Börse
SIX SWISS
Ticker
EMSN-CH
Unternehmen
EMS-Chemie Holding AG

Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Magdalena Martullo-Blocher

Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.

Das immense Vermögen von Magdalena Martullo-Blocher, das mit Fertigung und 'Chemische Erzeugnisse' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 79 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 5.0 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.

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