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Biografie
Liu Ming Chung führt Nine Dragons Paper, einer der größten Papierproduzenten Asiens.
Hong Kong-gelistete Nine Dragons begann als Lieferant von Verpackungen für Exporteure in China und profitiert nun auch von der Nachfrage nach Verbrauchern in China.
Liu ist CEO und stellvertretender Vorsitzender von Nine Dragons, während seine Frau Cheung Yan, auch ein Milliardär, die Vorsitzende ist. Sie sind beide Mitbegründer des Unternehmens, das 1995 gegründet wurde.
Liu wurde in Taiwan geboren und wuchs in Brasilien auf. Er hält einen Bachelor-Abschluss in der Zahnchirurgie von der Universität Santo Amaro in Brasilien.
Sein Sohn Ken Liu trat 2018 in den Verwaltungsrat von Nine Dragons ein, nachdem er von der Harvard University studiert hatte und als Berater für PwC tätig war.
Finanzvermögen
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Liu Ming Chung
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Liu Ming Chung, das mit Fertigung und 'Papier' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 12 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 0.8 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.