Christoffel Wiese
Herkunft des Vermögens: Einzelhandel
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Biografie
Christoffel Wiese baute sein Pepkor Retail-Imperium, indem er Schnäppchenpreise in Südafrika anbietet, später in andere afrikanische Länder expandierte.
Im Jahr 2015 verbrachte der südafrikanische Möbelhändler Steinhoff International 5,7 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien, um Pepkor zu erwerben.
Er trat im Dezember 2017 als Steinhoff-Vorsitzender ein, nachdem das Unternehmen Bilanzierungsunregelmäßigkeiten offengelegt hatte. Sein Aktienkurs stolperte und Wiese seinen Milliardärstatus verloren.
Wiese hat sein 9-stelliges Vermögen 2022 wiedererlangt, als er seinen Streit mit Steinhoff für Bargeld und Aktien, einschließlich einer 5%-Beteiligung an Pepkor, beigelegt hat.
Sein wertvollstes Gut ist Shoprite, aber er hält auch Anteile an der Immobilienfirma Collins Property Group, Investment Holding Brait und Industrial Products Distributor Invicta Holdings.
Im März 2023 versponnen Brait den Lebensmittelhersteller Premier Group in einem Börsengang an der Johannesburg Börse; Wiese besitzt etwa 47% der Aktien.
Finanzvermögen
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Christoffel Wiese
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Christoffel Wiese, das mit Mode und Einzelhandel und 'Einzelhandel' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 14 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 0.9 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.