Bernd Freier
Herkunft des Vermögens: Modehandel
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Biografie
Bernd Freier eröffnete 1969 sein erstes Bekleidungsgeschäft in Wuerzburg. Er nannte es Sir Oliver nach dem Helden von Dickens' Roman Oliver Twist.
Das Unternehmen, dessen Name später auf s.Oliver gekürzt wurde, konzentrierte sich zunächst auf Standard-Mix-and-match Casual Fare.
Es hat sich in Unterwäsche, Beachwear und Nachtwäsche sowie Lizenzierung und Sublabels für abendliche Kleidung und trendorientierte Kollektionen diversifiziert.
Mit einem jährlichen Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar hat s.Oliver nun mehr als 700 Filialen und Partnerläden in über 20 Ländern.
Freier trat 2014 als CEO ein, nahm aber 2018 wieder an. Er trat 2019 wieder zurück.
Finanzvermögen
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Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Bernd Freier
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Bernd Freier, das mit Mode und Einzelhandel und 'Modehandel' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 13 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 0.8 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.