Stephan Schmidheiny
Herkunft des Vermögens: Investitionen
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Biografie
Stephan Schmidheinys Vermögen stammt aus dem Jahr 1867, als sein Urgroßvater in der Ostschweiz einen Ziegelhof gründete, der schließlich zu einem Riesen in Baumaterialien wurde.
Schmidheiny trat 1974 als Vertriebsleiter im Familienbetrieb ein. Er wurde 1976 mit 28 Jahren Vorstandsvorsitzender des Baustoffunternehmens Swiss Eternit Group seines Vaters.
Als sein Vater Max 1984 das Anwesen teilte, ererbte Stephan Eternit, während Bruder Thomas Zement und Betonlieferant Holcim bekam.
Stephan Schmidheiny verkaufte Ende der 1980er Jahre alle seine Betriebe in der Swiss Eternit Gruppe und investierte in andere Unternehmen.
Seit 2009 hat Schmidheiny in Italien wegen Fahrlässigkeit strafrechtliche Anklagen erhoben, die in den 1970er und 80er Jahren zu 2.000 asbestbedingten Todesfällen in italienischen Eternit-Werken führten. Die Verfahren laufen noch.
Finanzvermögen
Informationen zu Finanzvermögen nicht verfügbar.
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Stephan Schmidheiny
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Stephan Schmidheiny, das mit Finanzen und Investitionen und 'Investitionen' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 18 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 1.2 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.