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Biografie
Michel Litvak leitet sein Vermögen von OTEKO, einem in Moskau ansässigen Investor mit Interessen an Hafen- und Industrieinfrastruktur in Südrussland.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann er 1991 den Handel mit Konsumgütern zwischen Russland und China.
1992 trat er in das Ölbahngeschäft ein und gründete OTEKO, dann ein großer Eisenbahnbetreiber.
Im Jahr 2018 verkaufte Litvak das Eisenbahngeschäft und konzentrierte sich auf den Ausbau seiner Hafen- und Infrastrukturunternehmen.
Durch sein Geschäft besitzt Litvak zwei Hafenterminals an der Schwarzmeerküste: LPG Transshipment Complex und Taman Bulk Cargo Terminal.
In Leningrad geboren, waren Litvaks Eltern russische Juden. In den 1960er Jahren verließ seine Familie die Sowjetunion und wanderte nach Belgien; er besitzt nun die doppelte Staatsbürgerschaft in Russland und Belgien.
Finanzvermögen
Informationen zu Finanzvermögen nicht verfügbar.
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Michel Litvak
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Michel Litvak, das mit Logistik und 'Seehafen' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 10 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 0.6 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.