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Martin Lorentzon
#310

Martin Lorentzon

Herkunft des Vermögens: Spot

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Biografie

Martin Lorentzon gründete Spotify 2006 mit seinem Freund Daniel Ek; sie starteten den Streaming-Musikservice zwei Jahre später.

Der Service hat mehr als 180 Millionen Nutzer, davon 87 Millionen Teilnehmer.

Über ein duales Aktiensystem besitzt Lorentzon, ein schwedischer Unternehmer, 12 % der Aktien, hat aber 43 % Stimmrecht.

Lorentzon ist ein Silicon Valley-Veteran, der in den 1990er-Jahren bei der Suchmaschine Alta Vista eine führende Rolle spielte; er nahm europäisches Ad-Netzwerk Tradedoubler Öffentlichkeit.

Spotify notierte seine Anteile an der New York Stock Exchange Anfang April 2018 in einer ungewöhnlichen Direktliste, ohne die Hilfe von Investmentbanken.

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Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Martin Lorentzon

Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.

Das immense Vermögen von Martin Lorentzon, das mit Technologie und 'Spot' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 79 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 5.0 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.

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