Marc Ladreit de Lacharriere
Herkunft des Vermögens: Finanzen
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Biografie
Marc Ladreit de Lacharriere ist Vorstandsvorsitzender von Fimalac, einer Investmentgruppe, die sich vor allem auf digitale Medien und Immobilien konzentriert.
Ladreit de Lacharriere kaufte alle Aktien von Fimalac und nahm das Unternehmen im Juli 2017 privat.
Er gründete 1991 Fimalac und kaufte 1998 einen Anteil an Fitch Ratings.
Fimalac verkaufte 30 % der Fitch Ratings an die Medienfirma Hearst für 1,97 Milliarden Dollar Anfang 2015 und brachte Hearsts Anteil auf 80 %.
Es verkaufte Hearst seine verbleibenden 20% Anteil an Fitch für $ 2,8 Milliarden im Jahr 2018; das Unternehmen betreibt jetzt Live-Entertainment-Shows und Veranstaltungsorte.
Finanzvermögen
Informationen zu Finanzvermögen nicht verfügbar.
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Marc Ladreit de Lacharriere
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Marc Ladreit de Lacharriere, das mit Finanzen und Investitionen und 'Finanzen' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 32 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 2.0 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.