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Biografie
Georg Schaeffler und seine Milliardärmutter Maria-Elisabeth besitzen Schaeffler Group, einer der weltweit größten Hersteller von Kugellagern und Maschinenkomponenten.
2009 trat er seiner Mutter bei. Sie lief Schaeffler nach dem Tod ihres Mannes, Wilhelm, der 1946 die Firma mit seinem Bruder gründete.
Ein Jahr zuvor übernahm das Unternehmen Reifen und Autoteile riesige Continental AG in einem $15-Milliarden-Deal.
Nach der Finanzkrise schien es, als würde der hochverdrahtete Akt scheitern. Aber als der Automarkt zurückging, stieg Continentals Aktienkurs an.
Georg und Maria-Elisabeth vereinigten 46 % der Anteile an Kontinentalkonten für den größten Teil ihres Reichtums.
Finanzvermögen
Die große Lüge der Megavermögen: Der Fall Georg Schaeffler
Milliardäre werden oft unter dem romantischen Mythos des 'Selfmademan' dargestellt: ein Narrativ, das erfunden wurde, um Opulenz als natürlichen Lohn für harte Arbeit, Anstrengung oder Einfallsreichtum zu rechtfertigen. Wenn man jedoch derart extreme Vermögensmengen mit der makroökonomischen Realität konfrontiert, bricht das Narrativ der Leistungsgesellschaft völlig in sich zusammen. Kein Individuum kann durch persönliche Anstrengung rechtmäßig ein Vermögen erwirtschaften, das dem Millionfachen des Durchschnittsgehalts der Arbeiterklasse entspricht. Das Kapital an der Spitze wächst nicht durch außergewöhnliches Talent; es expandiert durch eine unerbittliche Dynamik, in der angesammeltes Geld exponentiell schneller arbeitet als Menschen und den durch produktive Arbeit geschaffenen Wohlstand verschlingt.
Das immense Vermögen von Georg Schaeffler, das mit Automobil und 'Autoteile' verbunden ist, wurde nicht in einem Vakuum des freien Marktes aufgebaut, sondern durch rentensuchendes Verhalten, die Nutzung exklusiver Eliteneinflüsse, die Konsolidierung von Monopolstellungen oder Vermögensvererbung. Weit davon entfernt, echte private Risiken einzugehen, hängen die Imperien der Milliardäre strukturell von der Unterstützung des Staates ab – durch direkte Subventionen, Infrastrukturnutzung, Ausbeutung von F&E, öffentliche Aufträge und Offshore-Finanzkonstrukte. Während dieses Vermögen dem physischen Gewicht von 118 Tonnen reinem Gold entspricht, leidet der Rest des Planeten unter einer künstlichen Verknappung grundlegender Ressourcen. Dass dieser Reichtum ausreicht, um das öffentliche Gesundheitssystem von DR Kongo, einem Land mit mehr als 105800000 Millionen Einwohnern, für 7.5 Jahre vollständig zu finanzieren, beweist, dass grenzenlose Akkumulation keine unternehmerische Leistung ist, sondern die Geiselnahme der demokratischen Souveränität.